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AHA

AHA-Fruchtsäuren: Peeling ohne Rubbeln

AHA-Fruchtsäuren: drei klare Gel-Tropfen auf grauem Podest, dahinter unscharfe Zitrusfrucht-Schnitze

Wirkstoff-Lexikon · A

INCI: Alpha Hydroxy Acids (Glycolic/Lactic Acid)

AHA-Fruchtsäuren lösen abgestorbene Hautzellen auf chemischem Weg – ohne Rubbeln, ohne Peeling-Körner. Das Resultat ist glattere, frischere Haut. Kaum eine Wirkstoffgruppe ist so gut untersucht wie die Alpha-Hydroxysäuren – und kaum eine verlangt so konsequent nach einer Regel: abends peelen, tagsüber Sonnenschutz.

Steckbrief
Studienlage
Wirkt gegenRaue Haut, fahlen Teint, Pigmentflecken, verstopfte Poren
HauttypNormale, fettige, reife Haut; empfindliche: eher PHA
Konzentration5–10 %, bis 20 % als Intensiv-Kur
RoutineAbends, 1–3× pro Woche
EingewöhnungJa – langsam steigern, SPF Pflicht

Was sind AHA-Fruchtsäuren?

AHA steht für Alpha-Hydroxysäuren – eine Familie wasserlöslicher Säuren, die ursprünglich aus Früchten, Milch und Zuckerrohr stammen. Die wichtigsten Vertreterinnen: Glykolsäure, das kleinste Molekül mit der tiefsten Wirkung, und Milchsäure, die sanftere Variante, die zusätzlich Feuchtigkeit spendet. Alle AHAs arbeiten nach demselben Prinzip: Sie lockern die «Kittsubstanz» zwischen abgestorbenen Hornzellen, sodass sich diese lösen und die frischere Haut darunter zum Vorschein kommt.

Die wichtigste Abgrenzung: AHA ist nicht BHA. AHAs sind wasserlöslich und arbeiten an der Hautoberfläche – ideal bei rauer Haut, fahlem Teint und Pigmentflecken. Salicylsäure (BHA) ist öllöslich und dringt in die Pore ein – die erste Wahl bei Mitessern und Unreinheiten. Und die PHAs? Das sind die sanftesten Verwandten für empfindliche Haut. Wer beides braucht, wechselt zwischen den Säuren ab, statt alles gleichzeitig zu schichten.

Wirkung: Was belegt ist

Volle fünf Balken – die Alpha-Hydroxysäuren gehören zu den am besten untersuchten Kosmetik-Wirkstoffen überhaupt. Klinische Studien über Jahrzehnte zeigen: glattere Hautoberfläche, ebenmässigerer Teint, mildere Pigmentflecken und ein feineres Hautbild – abhängig von Konzentration und pH-Wert der Formel. Auch ausserhalb des Gesichts sind AHAs etabliert: von der Körperpflege gegen raue Stellen bis zur Fussmaske, die verhornte Fersen in grossen Stücken abschälen lässt.

Anwendung & Kombination

AHAs gehören in die Abendroutine: auf gereinigte, trockene Haut, anfangs einmal pro Woche, dann langsam steigern. Ein leichtes Kribbeln ist normal, Brennen nicht – dann abspülen. Nicht verhandelbar ist der Sonnenschutz: AHAs machen die Haut noch Tage nach der Anwendung sonnenempfindlicher, tagsüber ist SPF 30+ Pflicht.

Gut kombinierbar

Feuchtigkeit danach – Glycerin, Hyaluron und Ceramide beruhigen nach dem Peeling

Niacinamid – ideal an peelingfreien Tagen oder als beruhigender Abschluss

PHA – die sanfte Ergänzung, wenn deine Haut empfindlicher ist

Beachten

! Nicht im selben Schritt mit Retinol, Vitamin C oder BHA kombinieren – das überfordert die Haut

! Ohne Sonnenschutz riskierst du genau die Pigmentflecken, die du loswerden willst

! Nicht auf gereizter oder verletzter Haut anwenden

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Häufige Fragen zu AHA-Fruchtsäuren

Was ist der Unterschied zwischen AHA und BHA?

AHAs sind wasserlöslich und peelen die Hautoberfläche – ideal bei rauer Haut, fahlem Teint und Pigmentflecken. BHA (Salicylsäure) ist öllöslich, dringt in die Poren ein und ist die erste Wahl bei Mitessern und Unreinheiten. Beide lassen sich in einer Routine abwechseln, sollten aber nicht im selben Schritt kombiniert werden.

Wie oft darf ich ein AHA-Peeling machen?

Starte mit einer Anwendung pro Woche und steigere je nach Verträglichkeit auf maximal zwei bis drei. Mehr bringt nicht mehr Wirkung, sondern mehr Reizung – die Haut braucht zwischen den Peelings Zeit zur Regeneration.

Warum brauche ich nach AHA-Peelings Sonnenschutz?

AHAs lösen die oberste Zellschicht und machen die Haut dadurch mehrere Tage lang empfindlicher für UV-Strahlung. Ohne SPF 30+ riskierst du Sonnenbrand und neue Pigmentflecken – also genau das, wogegen du peelst.

Welche AHA eignet sich für Einsteiger?

Milchsäure ist der sanfteste Einstieg unter den klassischen AHAs, PHA-Formeln sind noch milder. Glykolsäure wirkt am stärksten und eignet sich, sobald deine Haut Säuren gut kennt – oder in Kombiprodukten wie AHA/PHA-Formeln mit ausgewogener Mischung.

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